Für eine nachhaltige und gerechte Wirtschaft

Vieles scheint falsch zu laufen in unserer Welt: wachsende soziale Ungleichheit, ungebremster Klimawandel, Rückgang der Artenvielfalt… um nur einige Probleme zu nennen. Bist du auch der Meinung, dass Änderungen notwendig sind, aber nie etwas passiert? Dann könnte dieses Projekt für dich interessant sein.

Die meisten Probleme der Menschheit haben mit Wirtschaft zu tun. Deshalb möchte das Viridan-Projekt die Art des Wirtschaftens verändern. Stelle dir eine Wirtschaft vor, die nicht nur finanzökonomische, sondern auch ökologische und soziale Belange berücksichtigt. Eine Wirtschaft, in der Menschen mehr Wert sind als Profite. Eine Wirtschaft, in der nachhaltig und fair die Regel sind und nicht die Ausnahme.

Das Hauptziel des Viridian-Projekts besteht darin, externe Kosten unter Verwendung einer neuen digitalen Währung zu internalisieren. Dadurch werden soziale und ökologische Belange zu einem normalen Bestandteil jedes Geschäftsmodells.

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Ziele

Ziel ist es, ein Computernetz für die gemeinschaftliche Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten und Unternehmen zu schaffen. Dadurch soll es möglich werden, externe Kosten in die Preise einzubeziehen. Das Netzwerk soll die folgenden Vorzüge aufweisen:

Dezentralisierung

Dezentralisierung

Das Netzwerk soll dezentralisiert sein für erhöhte Resilienz.

Es sollte keine singulären Schwachstellen (engl. “Single Point of Failure”) geben, deren Ausfall schwerwiegende Auswirkungen hätte. Es muss auch verteilt sein, um zu starke Machtkonzentration zu vermeiden. Das Netzwerk soll in den Händen aller Menschen sein und auch von ihnen betrieben werden, nicht von wenigen (oder einzelnen) Unternehmen oder Regierungen.

Demokratisierung Demokratisierung

Demokratisierung

Dank Dezentralisierung und Transparenz werden Wirtschaft und Gesellschaft demokratischer und gleichberechtigter.

Wenn das Netzwerk auf vielen dezentralen Knoten ausgeführt wird, kann die Konzentration von Ressourcen und Macht verhindert werden. Dezentralisierte Systeme wie z.B. Blockchains ermöglichen eine Machtverschiebung weg von zentralisierten Systemen (z.B. Banken, Konzernen) hin zu den Menschen, die diese Infrastruktur verwenden. Außderdem sollen die Regeln des Netzwerks, insbesondere die Bewertung von Produkten und Unternehmen, von den Nutzern festgelegt werden: in einem offenen, kollaborativen Prozess, ähnlich der Entwicklung von Open-Source-Software. Die Verwendung von Computernetzwerken ermöglicht die Verwendung von innovativen demokratischen Konsenswerkzeugen wie “Liquid Democracy”.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Transparente Preise, inklusive externer Kosten, setzen Anreize für ein nachhaltiges und sozial verantwortliches Wirtschaften.

Nachhaltige und sozial verantwortliche Wirtschaft und Handel werden angeregt durch die Internalisierung der externen Kosten wirtschaftlicher Tätigkeit in den Preisen. Verursacht ein Unternehmen hohe externe Kosten, um dessen Vermeidung oder Beseitigung es sich nicht kümmert, so bekommt es dadurch oft einen unfairen Wettbewerbsvorteil. Die Kosten fallen aber trotzdem an, für uns alle (oft den Steuerzahler). Sie werden sozialisiert. Wenn die Preise von vornherein externe Kosten beinhalten, bekommen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, wenn sie sie reduzieren, anstatt Kosten immer weiter zu sozialisieren. Gesellschaftlich sinnvolle Lösungen werden automatisch bevorzugt.

Darüber hinaus ist es für die Nachhaltigkeit wichtig, dass die Transaktionen der Blockchain nicht in einem ressourcenintensiven Proof-of-Work-Prozess verifiziert werden, sondern dass eine Alternative mit einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck verwendet wird.

Fairness

Fairness

Der Viridian-Markt wird fairer sein und einem idealisierten freien Markt näherkommen.

Wenn externe Kosten in die Preisberechnung einbezogen werden, ist der Markt fairer und nähert sich einem idealisierten freien Markt an. Auf einem solchen Markt sind alle Marktteilnehmer perfekt informiert. Die Preise, die sich ergeben, spiegeln die Kosten wider, die der Gesellschaft durch die Produktion entstanden sind. Anders gesagt: Jede(r) von der Produktion Beeinträchtigte wird angemessen entschädigt. Denn wird jemand nicht angemessen entschädigt, kann er/sie auf einem freien Markt einfach woanders hingehen. Im Falle von externen Kosten funktioniert das so nicht. Der Markt ist imperfekt und Viridian schließt diese Lücke ein Stück weit.

Weil unter Umständen die Lieferkette bekannt wird, kann dadurch auch minderwertige Qualität aufgedeckt werden. Kunden müssen nicht auf den Ruf eines Herstellers vertrauen, sondern können sich für das beste Angebot entscheiden. Dies erhöht die Chancen von neuen Konkurrenten, sich mit ihren besseren Produkten durchzusetzen. Insbesondere wenn dadurch externe Kosten eingespart werden. Das beschleunigt die Einführung alternativer Technologien. Innovation wird gefördert und Marktmonopole werden verringert.

Transparenz

Transparenz

Probleme in der Lieferkette sollen aufgedeckt werden. Neben der Bewertung eines Produktes oder Unternehmens soll auch sichtbar sein, warum es diese Bewertung erhält.

Der Bewertungvorgang und -algorithmus sollen möglichst transparent sein. Änderungen an einer Bewertung oder am Algorithmus müssen von legitimierenden Informationen bzw. belegbaren Quellen begleitet werden. Öffentlichkeitsrelevante Daten müssen für alle zugänglich sein. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Gesellschaft müssen Informationen über die externen Kosten einer wirtschaftlichen Tätigkeit öffentlich vorliegen und können kein Betriebsgeheimnis sein. Weil Menschen wichtiger sind als Profite, kann es keinen solchen “Investorenschutz” geben.

Datenschutz

Datenschutz

Das Netzwerk muss Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein, um Sicherheit und Privatsphäre zu gewährleisten.

Die Menschen sollten die volle Kontrolle über ihre Daten haben. Private Daten sollten geheim gehalten werden, anstatt eine Ware zu sein, mit der Gewinne erzielt werden.

Mach mit

Im Moment sind wir nur ein kleines Team (siehe Über das Projekt und Kontakt). Über mehr Unterstützung würden wir uns freuen.

Die anfängliche Konzeptionsphase ist langsam zu Ende, die Vision wird immer konkreter und wir beginnen mit der Implementierung (siehe Timeline). Trotzdem gibt es immer noch viele offene Fragen und ungelöste Probleme. Deshalb sind wir immer auf der Suche nach Gleichgesinnten, um zu diskutieren und Ideen auszutauschen. Besonders zu den Themen auf den Kacheln unter Offene Fragen gibt es noch Gesprächsbedarf.

Konkretere Überlegungen zur Implementierung gibt es im Artikel Technisches. Ideen oder Anregungen dazu nehmen wir gerne entgegen.

Offene Fragen

Hier sind die verschiedenen Themengebiete und ihre offenen Fragen gelistet. Wenn du uns bei etwas weiterhelfen kannst, dann melde dich bitte: Kontakt.

Distributed-Ledger-Technologie

Welche Lösung soll man wählen?

Bitcoin, Litecoin, Ethereum, IOTA, Blockchain, DAG, Smart Contracts, DAOs, Proof-of-Work, Proof-of-Stake, … — Die Welt der Kryptowährungen steckt voller innovativer Ideen und monatlich kommen neue hinzu.

Wenn du dich für Krypto begeisterst, kannst du uns vielleicht bei der Entscheidung helfen, welche Lösung für das Viridian-Projekt am besten geeignet ist.

Wir möchten, dass die Transaktionsvalidierung so wenig Ressourcen verbraucht wie möglich. Das Anreizsystem muss so gestaltet sein, dass es keine Motivation gibt, viel Rechenleistung zu betreiben, jedoch muss es eine Motivation geben, langfristig zum Netzwerk beizutragen. Natürlich soll das System so dezentral und vertrauenslos wie möglich sein, um es sicher und skalierbar zu halten.

Hinweis: In der Zwischenzeit haben wir uns entschieden, Hyperledger Fabric, eine zungangsbeschränkte (“permissioned”) Blockchain, als manipulationsresistente dezentrale Datenbank zu verwenden. Die Dezentralisierung und Vertrauenslosigkeit sind weniger stark ausgeprägt als bei Proof-of-Work-Blockchains wie Ethereum. Wir glauben jedoch, dass es einen guten Kompromiss zwischen Resilienz und Effizienz herstellt. Lies den technischen Artikel für weitere Details.

Kontaktiere uns

Falls du glaubst, dass du helfen kannst, kontaktiere uns über oder komm' in die Viridian-Gruppe auf der Coinsence-Community-Plattform.

Software-Entwicklung

Gutes Design ist der Schlüssel

Das Konzept des Viridian-Projekts ist stark vom Einsatz von Computertechnologie und Software abhängig. All diese Software muss noch erstellt werden, sowohl auf der Backend-Seite als auch auf der Frontend/UI/UX-Seite.

Eine klare Vision und gute Designentscheidungen sind entscheidend für eine Infrastruktur, die sicher, wartbar und gut skalierbar ist.

Man sollte, wo immer möglich, auf vorhandene Arbeit aufbauen. Besonders wenn es um Kryptographie geht, gilt die Faustregel, dass man nicht “sein eigenes Süppchen kochen sollte”. Ein erster Schritt wäre daher, neben der Erstellung der Vision, sorgfältig zu untersuchen, welche Komponenten auf was aufbauen können und wie diese Komponenten miteinander interagieren müssen, unter Berücksichtigung von Wartbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit.

Sobald diese allgemeinen Dinge geregelt sind und klar ist, wo es hingeht, kann man die Anforderungen für die verschiedenen Komponenten festlegen und kann mit deren Umsetzung beginnen.

Eine ansprechende und intuitive Benutzeroberfläche wird auch ein entscheidender Faktor bei der Gewinnung von Nutzern sein.

Hinweis: In der Zwischenzeit haben wir uns entschieden, Hyperledger Fabric, ein von der Linux Foundation verwaltetes Open-Source-Blockchain-Framework, zu verwenden. Die JSON-basierte verteilte Datenbank CouchDB wird als Backend von Fabric benutzt werden, um die Daten zu speichern. Backend-seitig haben wir uns also weitgehend festgelegt und werden die von Hyperledger Fabric bereitgestellte Infrastruktur und Kryptographie verwenden. Für das Frontend rechnen wir im Moment damit, eine “Progressive Web App (PWA)” zu entwickeln, aber werden uns evtl. auch Flutter oder Cordova genauer ansehen. Lies den technischen Artikel für weitere Details.

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Geld und Geldpolitik

Was sind die Regeln einer guten Währung?

In traditionellen (Fiat-)Währungen ist eine Zentralbank für die Kontrolle der Währung zuständig, z. B. durch die Regulierung des Geldumlaufs oder tatsächlich durch die Festsetzung des Leitzinses.

In einer dezentralisierten Kryptowährung gibt es keine Zentralbank, was gut ist, weil es Korruption und Abhängigkeit von zentralisierten Systemen verhindert. Stattdessen übernehmen die mathematischen Algorithmen des Netzwerks die Rolle einer Zentralbank.

Eine wichtige Frage ist: Wie sollten diese algorithmischen Regeln beschaffen sein? Zum Beispiel: Was ist die optimale Versorgung mit frischem Geld? Soll es einen festen Geldbetrag geben? Oder soll die Geldmenge steigen (was eine Inflation verursacht) oder sinken? Soll der Währung eine Entwertung (ebgl. “Demurrage”) auferlegt werden, wodurch sie bei Nichtverwendung im Laufe der Zeit immer weniger Wert ist?

Welche Rolle wird das Finanzsystem spielen?

Werden Banken in der Viridian-Wirtschaft weiterhin wichtige Akteure sein? Private Banken erzeugen derzeit die Mehrheit des Geldes, das in die Wirtschaft gelangt. Mit einer dezentralen Kryptowährung als dominierendes Zahlungsmittel wäre dies nicht mehr der Fall.

Wie sollen Banken also in der Viridian-Wirtschaft behandelt werden? Werden auch den Dienstleistungen der Banken “Farben” zugeordnet werden? Werden Banken durch neue innovative Konzepte ersetzt, z. B. Peer-to-Peer-Kredit-Systeme mit Risikostreuung durch die Verteilung von Investitionsgeldern auf viele Teilnehmer?

Was sollte mit den Zinserträgen auf Investitionen geschehen? Soll es noch Zinserträge geben? Oder sind Zinsen nicht mehr akzeptabel, da sie grenzenloses Wachstum anregen in einer Welt mit begrenzten Ressourcen?

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Wirtschaft

Käme die Viridian-Wirtschaft einem “idealen” freien Markt näher?

Das Konzept der “freien Marktwirtschaft” geht auf die einflussreichen Ökonomen Adam Smith und David Ricardo zurück. Smith führte die Idee eines freien Marktes ein, der zu fairen Bedingungen für alle Teilnehmer führt. Ricardo formalisierte und abstrahierte Smiths Ideen und musste sie stark vereinfachen. Dies führte zu einer gut funktionierenden Theorie, aber viele Leute begannen auch, die Einschränkungen des Modells zu vernachlässigen und die Tatsache, dass es nicht unbedingt die Realität darstellt.

Adam Smith war sich der Grenzen seines Konzepts sehr bewusst und warnte davor. Zum Beispiel ist ein Markt mit wenigen Unternehmen eine schlechte Idee, da die Unternehmen dann höhere Preise als nötig verlangen können. Es wird noch schlimmer, wenn Großkonzerne und Regierungen sich gegenseitig Geschenke machen und ihre Macht missbrauchen und führen, was zu hohen Profiten für eine kleine kapitalistische Elite und die korrupte Politik führt. Deshalb war Smith ein erbitterter Gegner von Konzernen und zog eine Wirtschaft mit vielen kleinen Konkurrenten vor (wie der größte Teil der Wirtschaft noch zu Smiths Zeit war, was sich aber im Laufe des 19. Jahrhunderts änderte).

Die Viridian-Wirtschaft mit ihrer dezentralisierten Macht und ihren leicht einstellbaren Regeln könnte dazu beitragen, solche Situationen zu vermeiden und einen Markt zu schaffen, der dem Ideal von Smith näher kommt.

Ein weiterer Fehler unserer heutigen kapitalistischen Wirtschaft ist der Ausschluss von externen Kosten. Viele Ökonomen argumentieren, dass dies zu einer Verzerrung des freien Marktes führt. Im idealen freien Markt von Smith spiegeln alle Preise die tatsächlichen Kosten wider, die die Herstellung eines Produkts für die Gesellschaft verursacht. Wenn zum Beispiel ein Arbeiter mehr Zeit für ein Produkt aufwenden muss als für ein anderes, dann muss es mehr kosten, um dies zu reflektieren. Wenn die Produktion externe Kosten verursacht, die die Gesellschaft (also letztlich jeder, einschließlich Käufer und Verkäufer) bezahlen muss, dann sollte das Produkt auch mehr kosten, um diese Kosten zu begleichen und die Nachfrage nach dem Produkt zu regulieren.

Das Viridian-Projekt könnte wiederum dazu beitragen, diesen Mangel aus der Wirtschaft zu beseitigen.

Was denkst du darüber? Wenn du entgegengesetzte Ansichten oder Ideen hast, wie das Viridian-Projekt unsere Marktwirtschaft verbessern kann, dann kontaktiere uns über oder komm' in die Viridian-Gruppe auf der Coinsence-Community-Plattform.

Was sind die wahrscheinlichen Sorgen und Bedürfnisse von Unternehmen?

Das Viridian-Projekt würde notwendigerweise die Art und Weise beeinträchtigen, in der Menschen wirtschaften und handeln. Bei der Bestimmung der Einzelhandelspreise muss beispielsweise die “Farbe” des Produkts berücksichtigt werden.

Was wären aus betriebswirtschaftlicher Sicht die wichtigsten Bedenken und Einwände, welche die Akzeptanz von Viridian stören könnten? Wie kann diesen Bedenken begegnet werden? Was sind die Möglichkeiten, um den Übergang für Unternehmen zu erleichtern? Können wir Dienstleistungen anbieten, die es Unternehmen einfacher machen würden?

Wie kann man Unternehmen gewinnen?

Wie können wir Geschäftsmodelle entwickeln, durch die die Akzeptanz von Viridian für Unternehmen lukrativ wird, z.B. durch verbessertes Image oder intensivierte Kundenbeziehungen?

Wie kann man Verbraucher ansprechen?

Es sollte auch Vorteile für die Verbraucher geben. Wenn das System umständlich im Gebrauch ist und die meisten Produkte mehr kosten, wird es niemand außer ein paar Idealisten verwenden.

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Recht

Welche rechtlichen Auswirkungen hat die Schaffung einer alternativen Währung?

Was sind die rechtlichen Risiken? Gibt es subtile Unterschiede im Umgang mit der alternativen Währung, die beeinflussen, ob sie als legal oder illegal gilt?

Transparenz vs. Geheimhaltung

Gibt es Gesetze zum Schutz von Unternehmensgeheimnissen, die einer offenen und transparenten Wirtschaft wie im Viridian-Projekt im Weg stehen würden?

Natürlich kann man Unternehmen nicht dazu zwingen, Informationen preiszugeben, es sei denn, man ändert Gesetze, wodurch der Konflikt beseitigt würde. Aber in einer idealen Welt könnte man Unternehmen dazu ermutigen, Informationen freiwillig offen zu legen, bis es jeder macht es und es zur normalen Praxis wird.

Gibt es dennoch rechtliche Hindernisse für den gesamten Prozess?

Irgendwelche anderen rechtlichen Probleme, an die wir nicht gedacht haben?

Gesetze und Rechtsprechung können für Laien sehr unintuitiv und unverständlich sein. Vielleicht gibt es ein offensichtliches rechtliches Hindernis, das uns noch nicht aufgefallen ist?

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Lebenszyklusanalyse, Externe Kosten, Nachhaltigkeit

Wie kann das Viridian-Projekt von bestehender Arbeit an LCA profitieren?

Die Lebenszyklusanalyse (LCA) untersucht die Umweltauswirkungen während der gesamten Lebensdauer eines Produkts, von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und Verwendung bis hin zur Entsorgung und Verwertung.

Datenbanken und spezielle Softwareprodukte für LCA existieren bereits und werden regelmäßig von Forschern aktualisiert. Diese könnten eine solide Basis für die Bestimmung der “Farben” vieler Produkte bilden.

Ein Problem ist, dass bestehende LCA-Produkte wie ecoinvent in der Regel nicht frei verfügbar und offen sind. Wenn es keine APIs gibt, die es ermöglichen, mit ihnen zu interagieren, wird es ziemlich kompliziert sein, diese Softwareprodukte von Drittanbietern zu verwenden. Ein sehr willkommenes Open-Source-Softwareprojekt ist openLCA, das einige dieser Probleme löst. Ein weiteres Problem stellt jedoch die Lizenzierung dar, die sogar die Verwendung der Daten für solche Zwecke wie das Viridian-Projekt unmöglich machen könnte.

Das Problem ist natürlich, dass LCA eine sehr arbeitsintensive Aufgabe ist und die Forscher, die daran arbeiten, müssen dafür über die Lizenzgebühren entlohnt werden. In der vollendeten Viridian-Wirtschaft würden sich LCA-Forscher in “Farb-Miner” verwandeln und eine angemessene Belohnung für ihre Dienste erhalten, aber nur, wenn sie alle ihre Daten offenlegen. Daher hätten sie eine ganz andere Stellung als jetzt (sie wären viel wichtiger und mächtiger). Die Frage ist: Wie organisiert man den Übergang dorthin?

Gibt es bessere Möglichkeiten, externe Kosten zu ermitteln?

Kannst du dir neben LCA auch alternative Wege zur Ermittlung externer Kosten vorstellen, die einfacher zu handhaben sind?

Gibt es noch andere Instrumente in der Nachhaltigkeits- und Externe-Kosten-Szene, die wirklich nützlich für das Viridian-Projekt wären?

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Falls du ein*e Expert*in für LCA/externe Kosten/Nachhaltigkeit bist und glaubst, dass du helfen kannst, kontaktiere uns über oder komm' in die Viridian-Gruppe auf der Coinsence-Community-Plattform.

Audits, z.B. Bio oder Fairer Handel

Gibt es irgendwelche Lehren aus der Auditing-Praxis?

Bereits bestehende Nachhaltigkeitszertifizierungen von Produkten (Fairer Handel, Bio-Standards usw.) beinhalten normalerweise Audits, d.h. systematische und unangekündigte Besuche bei Herstellern, um zu prüfen, ob die geforderten Standards eingehalten werden und kein Missbrauch vorliegt.

Müssen solche Audits Teil der “Farb”-Bestimmung sein? Wie können sie so effizient und korruptionssicher wie möglich organisiert werden? Gibt es irgendwelche Fehler, die vermieden werden können? Irgendwelche Ideen, wie man Audits auf eine gute Art hochskalieren kann? Oder sind Audits eigentlich eine schlechte Sache und gibt es bessere Alternativen, etwa die Nutzung sozialer Netzwerke und persönlicher Kontakte zu Menschen?

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Falls du Erfahrung aus der Auditing-Branche mitbringst und glaubst, dass du helfen kannst, kontaktiere uns über oder komm' in die Viridian-Gruppe auf der Coinsence-Community-Plattform.

Psychologie und Soziologie

Das rationale Gehirn und das emotionale Gehirn?

Wirtschaftliche Entscheidungen scheinen hauptsächlich durch rationales Denken und Eigennutz bestimmt zu sein, nach dem Muster “billiger ist besser” und “mehr ist besser”. Negative Auswirkungen auf andere Personen oder die Umwelt werden normalerweise nicht berücksichtigt, z.B. beim Kauf von Produkten oder sogar (wenn auch zu einem geringeren Grad) bei der Suche nach einem Arbeitgeber.

Aber Menschen sind nicht nur rationale, sondern auch soziale und emotionale Wesen. Die Hypothese: während konventionelles Geld hauptsächlich den rationalen Teil des Gehirns stimuliert, könnte es auch eine Komponente des Geldes geben, die den emotionalen Teil anregt. Mit der emotionalen Komponente, die auf Empathie und Ethik Wert legt, könnten die Wahrnehmung und Verwendung von Geld ausgewogener werden, weniger eindimensional und mechanistisch als heute. Die “Farbdimension” der Viridianwährung könnte diese zusätzliche Komponente darstellen.

Hat diese Hypothese eine solide Grundlage in der Psychologie oder gibt es einen Widerspruch zur psychologischen Forschung?

Wie kann man Viridian durch Psychologie attraktiver machen?

Die kapitalistische Werbung nutzt alle Arten von psychologischen Tricks, um Menschen zu locken und zu ermutigen, bestimmte Dinge zu tun (meistens Sachen zu kaufen, die sie nicht wirklich brauchen).

Welche psychologischen Tricks könnten verwendet werden, um Menschen davon zu überzeugen, das ethische Viridian-Geld zu verwenden? Könnte “Gruppenzwang” auf eine positive Art genutzt werden, um neue Nutzer zu gewinnen? Vielleicht nach dem Muster “Drei deiner Freunde verwenden bereits Viridian, wann bist auch du dabei?”

Was ist mit sozioökonomischen Aspekten?

Die sozioökonomische Situation der Menschen ist wichtig, weil sie letztendlich darüber entscheidet, was als “gut” und “fair” empfunden wird und was die Menschen akzeptieren und unterstützen. Wenn der Eindruck entsteht, dass der Lebensstil der Menschen in Gefahr ist, wird es Widerstand geben.

Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen werden häufig auf Kosten der Schwächsten durchgeführt. Wenn beispielsweise strengere Vorschriften zu höheren Preisen führen, sind es die Armen, die am meisten darunter leiden, während die Reichen vielleicht nicht einmal einen Unterschied spüren. Daher ist es sehr wichtig, nachhaltige Entwicklung so umzusetzen, dass der sozioökonomische Status der Mehrheit der Menschen sich verbessert, vor allem der Ärmsten. Die Reichen sind die die größten Umweltverschmutzer, also sollten sie auch für den Übergang in Richtung einer sicheren Welt zahlen.

Wie können wir Viridian so gestalten, dass sich der sozioökonomische Status vom Großteil der Menschen verbessert, während die Wirtschaft gleichzeitig nachhaltiger wird?

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Hast du irgendwelche Gedankengänge, Ideen, Kommentare, Vorschläge, Verbesserungen? Kontaktiere uns über oder komm' in die Viridian-Gruppe auf der Coinsence-Community-Plattform.

Politik: Demokratie und Wahlen

Wie organisieren wir uns?

In der Politik dreht sich alles um Macht und die Frage, wer was entscheidet. Konventionelle politische Systeme nutzen zentralisierte Strukturen für die politische Entscheidungsfindung. Computer-Technologie kann es uns ermöglichen, bessere Alternativen zu verwenden.

Im Viridian-Projekt wollen wir eine Entscheidungsfindung, die dezentralisierter ist und mehr von unten kommt (“Bottom-Up”), um Korruption zu minimieren und die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen. Aber weil direkte Demokratie sehr ineffizient sein kann oder demagogischen Manipulationen unterliegen kann, könnte sich ein Mittelweg zwischen direkter und repräsentativer Demokratie als sehr nützlich erweisen. Delegative Demokratie, auch Liquid Democracy genannt, ist ein Prozess, bei dem politische Entscheidungen nicht vollständig an nur eine* Vertreter*in delegiert werden. Jede* Wähler*in kann je nach Thema entscheiden, an wen eine Frage delegiert wird. Oder, wenn die/der Wähler*in sich in der Materie kompetent fühlt, kann sie/er die Frage auch selbst beantworten.

Direkte Demokratie hat das allgemeine Problem, dass sie nicht gut skaliert. In kleinen Gruppen funktioniert sie gut, so dass z.B. Genossenschaften sehr effizient betrieben werden können. Aber eine ganze Gesellschaft, die wie eine Genossenschaft betrieben wird, ist schwer umzusetzen. Liquid Democracy könnte die Vorteile von beidem vereinen: Die direkte Einbeziehung der direkten Demokratie und die Stabilität und Effizienz der repräsentativen Demokratie. Liquid Democracy erfordert viel zwischenmenschliche Kommunikation innerhalb von sozialen Netzwerken. Das heißt, sie kann stark von der Verwendung von Informationstechnologie profitieren, ohne die die viele Kommunikation zu umständlich und langsam und daher ineffizient sein könnte.

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Falls du irgendwelche anderen Ideen hast, wie Entscheidungen im Viridian-Projekt demokratischer und legitimer werden könnten, oder wenn du Erfahrung mit Liquid Democracy oder ähnlichen Tools hast, kontaktiere uns über oder komm' in die Viridian-Gruppe auf der Coinsence-Community-Plattform.

Gibt es das nicht alles schon?

Es gibt bereits viele gute Ideen und Konzepte für ein nachhaltige Wirtschaft. Trotzdem glauben wir, dass Viridian gebraucht wird und eine Lücke schließt.

Es gibt schon so viele Initiativen zur Nachhaltigkeit und obwohl uns einige bekannt sind, ist das wahrscheinlich nur ein kleiner Teil von dem, was es bereits gibt. Viele dieser Initiativen haben uns mehr oder weniger stark beeinflusst.

Zum einen gibt es allgemeine Konzepte zu einer Wirtschaftsweise, die langfristig sinnvoll ist und mehr in Kreisläufen als linearem quantitativen Wachstum denkt:

Diese Ideen sind aber meist eher philosophischer Natur und geben wenig konkrete Handlungsvorschläge (wie bei Postwachstum oder Ökologischer Ökonomie) oder sie sind sehr begrenzt auf bestimmte Sektoren (hauptsächlich Landwirtschaft) und kleinräumige Gebiete (wie bei Permakultur und Transition Towns).

Konkreter und allgemeiner sind folgende Ansätze, mit denen Nachhaltigkeit fest in der Unternehmenskultur verankert werden soll, z.B.:

  • Die Gemeinwohlökonomie möchte, dass Unternehmen neben der herkömmlichen (finanziellen) Bilanz eine “Gemeinwohl-Bilanz” erstellen, in die ethische, soziale und ökologische Kriterien eingehen.
  • Einen Schritt weiter geht die vorgeschlagene Reform der Finanzbuchhaltung (“Richtig rechnen!”) von Christian Hiß: Anstatt öko-soziale Belange nur separat von den Finanzen zu betrachten, soll beides in einer einzigen Bilanz zusammengeführt werden. Denn auf lange Sicht schlagen sich auch ökologisch-soziale Gewinne und Verluste finanziell nieder, bzw. sind mit erhöhten oder verminderten unternehmerischen Risiken verbunden und müssen daher vom Unternehmer mit berücksichtigt werden.

Diese Ansätze sind sehr zu begrüßen, haben jedoch den Nachteil, dass sie auf freiwillige Teilnahme der Unternehmen angewiesen sind, solange es keine Verpflichtung von staatlicher Seite gibt. Da eine politische Mehrheit für eine Verpflichtung auf Grund der Machtverhältnisse im Status Quo auf absehbare Zeit unwahrscheinlich ist, geht Viridian einen anderen Weg und setzt auf die Macht der Konsument*innen, um die Macht der Mächtigen zu brechen.

Zuguterletzt gibt es bereits Initiativen, die ähnlich wie Viridian auf die Information der Vebraucher*innen zielen und ebenfalls digitale Techniken wie Datenbanken und Web-Plattformen nutzen:

In einem Vergleich haben wir die Vor- und Nachteile einiger dieser Initiativen dargestellt und erläutern, wo und wie Viridian darüber hinaus gehen will. Außerdem führen wir in unserem technischen Artikel aus, warum das Viridian-Netzwerk im Gegensatz zu den bestehenden Initiativen sowohl gemeinschaftlich bearbeitet werden als auch dezentral organisiert sein soll.